Häufiger Harndrang – Ursachen und Therapie

Der Mediziner spricht dann von einem häufigen Harndrang, wenn innerhalb eines Tages bzw. im Rahmen von 24 Stunden die Urinmenge von zwei Liter überstiegen wird. Damit der erhöhte Flüssigkeitsverlust ausgeglichen wird, klagt der Betroffene über vermehrten Durst.

Häufiger Harndrang

Häufiger Harndrang

Vorwiegend leiden Personen unter jenem Symptom, wenn er an Diabetes mellitus erkrankt ist bzw. eine vergrößerte Prostata festgestellt wurde. Der Mensch produziert tagtäglich rund 1 1/2 Liter Urin. Der produzierte Urin sammelt sich in den Nieren und wird in die Harnblase geleitet. Durch das Wasserlassen werden Abbauprodukte sowie Giftstoffe aus dem Körper geschieden. Der Harndrang wird dann wahrgenommen, wenn die Blase gefüllt ist.

 

Wann spricht man von einem häufigen Harndrang?

Von einer Polyurie ist dann die Rede, wenn mehr als zwei Liter Flüssigkeit innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden werden. Die Ursachen sind vielfältig; Patienten können mitunter unter Diabetes mellitus, einem akuten Nierenversagen oder auch einer Herzinsuffizienz leiden. Weitere Gründe sind Medikamente, Alkohol sowie auch Kaffee, welche für einen häufigen Harndrang verantwortlich sind.




Wird während dem häufigen Wasserlassen aber immer nur eine kleine Flüssigkeitsmenge ausgeschieden, spricht der Mediziner von der Pollakisurie. Vor allem tritt diese Form bei Erkrankungen des Harntrakts auf. Vorwiegend geht die Pollakisurie mit einer Blasenentzündung oder auch einer Harnwegsinfektion einher. Der häufige Harndrang ist ein Symptom und keine Krankheit.

Die Ursachen sind vielfältig. Mitunter können eine Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, eine Entzündung der Blase, des Harntrakts oder der Prostata sowie auch eine Übersäuerung oder eine Harninkontinenz für das häufige Wasserlassen verantwortlich sein. Auch eine Chlamydien-Infektion oder eine Reizblase sind mitunter Gründe, warum der Betroffene häufigen Harndrang verspürt.

Wichtig ist, dass das Symptom vom Mediziner untersucht wird, sodass dieser die Ursache feststellen kann. Der Arzt untersucht das Blut sowie den Urin und überprüft in weiterer Folge die Prostata bzw. die Harnwege. Um eine aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen, verwendet der Arzt dafür das Ultraschallgerät bzw. kann auch eine Blasenspiegelung durchführen.

 

Welche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Der Mediziner versucht im Rahmen des Patientengesprächs auch weitere mögliche Ursachen zu erkennen. So wird im Rahmen des Patientengesprächs zu klären sein, ob und welche Medikamente genommen werden, ob Krankheiten bekannt sind bzw. welche sonstigen Beschwerden aufgetreten sind oder in Verbindung mit dem häufigen Harndrang stehen.




In einigen Fällen muss der Patient ein Tagebuch über seine WC-Besuche führen; durch jene Aufzeichnungen kann der Mediziner mitunter ein Muster erkennen (etwa dann, wenn der häufige Harndrang vorwiegend während den Nachtstunden auftritt). Da die Ursachen vielfältig sein können, wird auch die Therapie dahingehend angepasst bzw. individuell geplant.

Während in vielen Fällen ein klassisches Blasentraining helfen kann, damit sich das Organ an die ursprüngliche Füllmenge gewöhnt, können einige Ursachen auch mit Medikamenten behandelt werden. Das Symptom wird im Regelfall nicht behandelt; schlussendlich muss der Arzt die Krankheit bekämpfen. Klassische Medikamente für Männer sind Alphablocker. Jene entkrampfen die Muskelzellen der Prostata und vergrößern in weiterer Folge den Harnausgang. Bei Frauen werden Östrogene bzw. Zäpfchen und Salben verordnet.

Der Arzt kann bei einer Inkontinenz bzw. einer Blasenschwäche auch Phytotherapeutika wie echte Kürbissamen oder die echte Goldrute empfehlen.

 

Auch Stress kann zu einem häufigen Harndrang führen

Häufiger Harndrang kann auch psychisch bedingt sein. In diesem Fall kann eine Psychotherapie helfen, dass jenes Problem in den Griff bekommen wird. Oftmals helfen den Patienten schon Techniken zur Anwendung einer progressiven Muskelentspannung oder auch spezielle Entspannungstechniken. Mitunter kann der häufige Harndrang auch ein Zeichen von massivem Stress sein.




Besteht eine Prostatavergrößerung bzw. liegt Diabetes mellitus vor, müssen regelmäßige kontrollärztliche Untersuchungen durchgeführt werden. Dies deshalb, damit der Mediziner das Stadium bzw. den Fortschritt der Haupterkrankung überprüfen kann.