Die Blase – Funktion, Aufgaben und Erkrankungen

Im menschlichen Körper wird der Urin in der Harnblase zwischengespeichert. Eine intakte Harnblase und ein gesundes Nervensystem ermöglichen es, die Abgabe von Urin willentlich steuern zu können. So kommt es nur von Zeit zu Zeit zur Entleerung der Harnblase. Diese liegt geschützt im kleinen Becken des Menschen, aufliegend auf dem Beckenboden. Der Hohlkörper ist bei einem erwachsenen Menschen dazu in der Lage, etwa 900-1500 ml Flüssigkeit zu speichern. Je nach Größe kann diese Menge variieren.




Der Ablauf der Blasenentleerung

Die Blasenentleerung, welche mit dem Fachbegriff Miktion bezeichnet wird, ist ein Vorgang, der vom Nervensystem gesteuert wird. Dabei kommen sowohl das autonome, als auch das willkürliche Nervensystem zum Einsatz. Die Systeme stellen komplexe Regelkreise dar. Der in der Harnblase zwischengespeicherte Urin wird täglich, im Normalfall etwa zwei bis sechs Mal über die Harnröhre ausgeschieden.

Bei der Miktion treten im Durchschnitt etwa 300 bis 400 Milliliter Urin aus. Im entleerten Zustand ist der Blasenmuskel entspannt und der Schließmuskel ist angespannt. Sobald es zur Entleerung kommen soll, entspannt sich der Schließmuskel, so dass Urin austreten kann.

Blase bei Frau und Mann

Die Harnblase bei Frau und Mann – Schemazeichnung

Unterschiede der Blase bei Mann und Frau

Bei Männern und Frauen gibt es in Bezug auf die Funktion der Nieren und des Harnsystems keine Unterschiede. Anatomisch gesehen bestehen jedoch einige Unterschiede unterhalb der Blase. Männer haben eine deutlich längere Harnröhre mit einer Länge von bis zu 20 cm, während diese bei Frauen nur etwa drei bis vier Zentimeter lang ist. Durch die gegebene Nähe von Harnröhre und Darmausgang haben Frauen ein deutlich höheres Risiko für Harninfektionen als Männer. Durch vaginale Geburten, Gebärmuttervorfälle oder Blasensenkungen kann es ebenfalls zu Beeinträchtigungen der Blase, insbesondere des Blasenschließmuskels, kommen. Beim Mann sind Probleme des Harnsystems, die durch die unterhalb der Blase liegende Prostata entstehen, nicht selten.

 

Die Reizblase, eine häufig auftretende Krankheit

Eine in Deutschland ebenfalls sehr weit verbreitete Krankheit, die leider häufig noch immer ein tabuisiertes Thema ist, ist die Reizblase. Bei dieser Art von Blasenerkrankung leiden die Betroffenen unter einem übermäßig häufig auftretenden Harndrang, der sehr plötzlich einsetzen kann. Trotz dieses ständigen Harndrangs treten dann meist nur geringe Mengen Urin aus. In einigen Fällen führt die Reizblase auch dazu, dass ein unkontrollierter Harnverlust stattfindet. Eine Reizblase kann eine starke Verminderung der Lebensqualität bedeuten. Das unangenehme Leiden sollte deshalb unbedingt ärztlich behandelt werden. Gleichermaßen kann die Reizblase Mann und Frau betreffen. Die Symptomatik ist bei beiden Geschlechtern ähnlich.




Die Blasenentzündung – eine unangenehme Erkrankung der Blase

Von einer Blasenentzündung sind vor allem Frauen sehr häufig betroffen. Während einige nur selten über Probleme der Blase klagen, leiden viele sogar mehrmals im Jahr unter dieser Entzündung. Auch Männer können eine Blasenentzündung bekommen, dies kommt jedoch deutlich seltener vor. Mit steigendem Alter steigt für beide Geschlechter das Risiko, an einer Erkrankung der Blase zu leiden.

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Eine Blasenentzündung kann unterschiedlich schwer ausfallen. Meist ist es eine eher harmlos zu betrachtende Erkrankung, die relativ schnell vorübergeht. Damit dies passiert, sollte man auf die richtige Behandlung Acht geben. Eine Therapie mit Antibiotikum wird in den meisten Fällen vom Arzt angeordnet. Zudem ist es wichtig, auf Wärme und Sauberkeit zu achten. Doch was genau sind die Symptome einer Blasenentzündung? Meist kommt es in Folge der Krankheit zu häufigem Harndrang, der nicht selten auch mit Schmerzen beim Urinieren verbunden ist. Auch Blut im Urin kann eine Folge sein, da die Blasenwand angegriffen und gereizt ist. Dies führt dazu, dass sie sensibler auf Dehnungsreize reagiert und so schneller das Kommando zur Entleerung gibt.

 

Harninkontinenz – ein unangenehmes Leiden der Blase

Wenn plötzlich und unkontrolliert Urin austritt, so ist dies für die Betroffenen sehr unangenehm. Man spricht von Harninkontinenz. Die Patienten, die unter dieser Art der Blasenschwäche leiden, können die Entleerung ihrer Blase nicht mehr oder nur noch zum teil selbst steuern. So kommt es dazu, dass unterschiedlich große Mengen an Urin austreten, ohne, dass dies gewollt war. Je nach Schwere und Form der Inkontinenz kann es sich dabei um wenige Tropfen oder die komplette Entleerung der Blase handeln




Selbstverständlich ist Harninkontinenz sehr unangenehm. Wann immer keine Toilette in der Nähe ist, fühlen sich harninkontinente Menschen unwohl, da sie sich Sorgen um die Möglichkeit zur Blasenentleerung machen müssen. Männer und Frauen sind von der Krankheit betroffen, die sehr weit verbreitet ist.

Da das Thema Inkontinenz sehr unangenehm ist, trauen sich viele nicht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen und ärztlichen Rat einzuholen. Dies sollte jedoch unbedingt geschehen! Viele Inkontinenzformen lassen sich sehr gut therapieren. Mit unterschiedlichsten Maßnahmen und Produkten können den Betroffenen viele körperliche und seelische Leiden abgenommen werden.