Nierenbeckenentzündung und deren Ursachen

Bei der Nierenbeckenentzündung werden zwei verschiedene Formen unterschieden, nämlich die akute und die chronische Nierenbeckenentzündung.

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Meistens ist es aber so, dass es bei der chronischen Form der Nierenbeckenentzündung durch einen Übergang aus der akuten Form dazu gekommen ist. In jedem Fall sind Keime ins Nierenbecken gelangt und haben dort zu einer Entzündung geführt, die unbehandelt sehr gefährlich werden kann.

 

Symptome einer akuten Nierenbeckenentzündung

Die Symptome einer Nierenbeckenentzündung können sehr vielfältig sein. Zu Beginn wird die Erkrankung leider häufig aufgrund fehlender Symptome gar nicht wahrgenommen.




Meistens kommt es im akuten Verlauf dann zunächst über den Beginn mit einem allgemeinen Unwohlsein, Schmerzen in der Flankengegend zu Fieber, Schüttelfrost und Übelkeit. Auch Bauchschmerzen oder Brennen beim Wasserlassen können Symptome für eine akute Nierenbeckenentzündung sein.

 

Symptome bei der chronischen Nierenbeckenentzündung

Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sie einen chronischen Verlauf nehmen. Dann gehören zu den typischen Symptomen Gewichtsabnahme, dumpfe Rückenschmerzen, Brechreiz, Kopfschmerzen und ein allgemeines Gefühl der Abgeschlagenheit. Wird die Nierenbeckenentzündung dann immer noch nicht behandelt, kann es sehr gefährlich werden.

Nierenbeckenentzündung

Die Gefahren der Erkrankung

Es ist sehr wichtig, dass eine Nierenbeckenentzündung von einem Arzt behandelt wird, denn unbehandelt kann diese Erkrankung zu schweren Nierenschädigungen führen und schließlich sogar in eine Niereninsuffizienz übergehen, die lebensbedrohlich werden kann.

 

Ursachen dieser Erkrankung

Nur in den seltensten Fällen sind Formen der Inkontinenz oder Harninkontinenz eine Ursache für eine Nierenbeckenentzündung. Es kann gelegentlich nur bei Männern aufgrund einer Vergrößerung der Prostata zu einer Überlaufinkontinenz kommen, die auch zu den Ursachen dieser Krankheit gehören kann.




Meistens entwickelt sich die Erkrankung aber dadurch, dass Keime über die Blase bis zum Nierenbecken aufsteigen. Sehr häufig bestehen vorher eine Blasenentzündung oder eine Entzündung der Harnröhre. Es können sowohl Viren als auch Bakterien sein, die zu dieser Entzündung führen.

In 80 % aller Fälle handelt es sich um Escherichia coli-Bakterien, die über den Darm ihren Weg in die unteren Harnwege finden. Nur sehr selten können die Erreger auch über das Blut ins Nierenbecken gelangen, aber auch das kommt gelegentlich vor.

Weil Frauen eine kürzere Harnröhre haben als Männer, sind sie generell erheblich häufiger von dieser Erkrankung betroffen als Männer. Männer erkranken daran wie gesagt nur selten und meistens erst im höheren Alter dann, wenn bei Ihnen eine Vergrößerung der Prostata vorliegt und es deshalb zu einer Restharnbildung mit eventuell auch dazu gehörender Harninkontinenz in Form einer Überlaufinkontinenz kommt. Bei Frauen gehört Inkontinenz normalerweise nicht zu den Ursachen für die Entstehung der Krankheit.

 

Die Behandlung der Erkrankung

Da eine Nierenbeckenentzündung unbehandelt sehr gefährlich werden kann, sollte sie niemals nur mit Hausmitteln behandelt werden. Es ist wichtig, damit zum Arzt zu gehen und sich unbedingt an die Anweisungen des Arztes zu halten.

Der Arzt wird in erster Linie Antibiotika verschreiben. Hier gibt es eine Reihe von verschiedenen Wirkstoffen, die zum Einsatz kommen können. Diese Antibiotika sollten unbedingt genau nach Anweisung des Arztes eingenommen werden. In chronischen Fällen kann es vorkommen, dass eine der Nieren operativ entfernt werden muss.

 

Hilfreiche Hausmittel

Hausmittel ersetzen keinesfalls den Einsatz von Antibiotika durch den behandelnden Arzt, können aber hilfreich für die ergänzende Behandlung der Nierenbeckenentzündung sein. Sehr wichtig ist dabei, genug zu trinken.

Das hilft, um die Erreger aus den Nieren heraus zu spülen. Mindestens drei Liter Flüssigkeit sind gut, am besten Mineralwasser oder Nieren- und Blasentee. Nicht gut ist während der Dauer der Behandlung, Kaffee, Tee oder gar Alkohol zu trinken.




Zu den hilfreichen Kräutern für Tee gehören Birkenblätter, Liebstöckelwurzel, Goldrute oder Schachtelhalm. Auch eine Wärmflasche, abwechselnd auf den Bauch oder den Rücken aufgelegt, kann hilfreich sein. Sehr gut sind zur Unterstützung auch Sitzbäder in Badewasser mit Kamille.