Inkontinent – Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Auch wenn dieser Punkt schon auf einigen Unterseiten erwähnt wurde, soll hier nochmal betont werden:“Die Diagnose des Arztes ist ausgesprochen wichtig!“ Patienten, die inkontinent sind, können nicht alle die selbe Behandlung erfahren.

Ursachen der Belastungsinkontinenz Grafik

Belastungsinkontinenz Schema

Eine Therapie kann nur so erfolgreich sein, wie die Diagnose, auf der sie getroffen wurde. Eine erste allgemeine Untersuchung beim Hausarzt, ist nichts wovor Sie Angst haben müssten.

In den folgenden Absätzen erfahren Sie, was beim Arzt passiert, wenn Sie eine auftretende Inkontinenz medizinisch abklären lassen möchten.

 

Inkontinent – Fassen Sie Mut und sprechen mit dem Hausarzt

Eine Diagnose bei Blasenschwäche ist in der Regel weder aufwendig noch schmerzhaft. Die größte Hürde bei inkontinenten Erscheinungen besteht für die meisten Patienten darin, sich dem Arzt zu offenbaren. Nehmen Sie also Ihren Mut zusammen und sprechen Sie Ihr Leiden offen an.




Eine Scheu vor dem Arzt ist unbegründet, er hat im Verlauf seines Berufslebens schon häufig mit Formen der Inkontinenz zu tun gehabt. Wenn Sie Angst davor haben, dass Ihnen von Angesicht zu Angesicht die Worte fehlen, machen sie sich bereits zu Hause Notizen für den Gesprächsverlauf. Eine Anamnese bei Harninkontinenz verläuft nach einer bestimmten Strukur.

Es erfolgt eine Klärung über mögliche Vorerkrankungen, die Häufigkeit und Menge des Urinabgangs wird erfragt und ob beispielsweise bei inkontinentem Verhalten ein Harndrang vorlag. Je umfassender Sie Ihren Arzt informieren, umso besser läßt sich eine Diagnose stellen.

Als Hilfestellung für Sie und Ihren behandelnden Arzt haben wir hier auf inkontinenz-behandlung.de einen Patientenfragebogen entworfen, den Sie als pdf herunterladen können. Sie können den Fragebogen ausdrucken, in Ruhe zu Hause ausfüllen und zu Ihrem Arzttermin mitnehmen.

Inkontinenz Patienten Fragebogen

Patienten Fragebogen Vorschau

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Inkontinenz-Patientenfragebogen.pdf

 

Die körperliche Untersuchung bei Inkontinenz

Nach der Anamnese erfolgt eine Inspektion des Geschlechtsbereichs und Rektums. Es wird überprüft ob bereits äußerlich Gründe für inkontinente Erscheinungen ersichtlich sind. Ein Proktologe könnte bei Auffälligkeiten im Darmbereich zu Rate gezogen werden, während sich bei Frauen auch eine weiterführende Untersuchung beim Gynäkologen anbietet.




Neben der Ansicht und Abtastung durch den Arzt werden zur weiteren Diagnose auch Blut- und Urinuntersuchungen veranlasst. So lassen sich beispielsweise Rückschlüsse auf Entzündungen, Nierenprobleme oder andere Krankheiten ziehen. Unter Ursachen für Harninkontinenz lesen Sie, wie viele mögliche Ursachen dazu führen können, inkontinent zu werden.

Ein weiteres Diagnoseinstrument stellt die Sonografie dar. Ohne Nebenwirkungen und absolut schmerzfrei lässt sich durch Ultraschall feststellen, ob die Lage der Organe in Ordnung ist, Fremdkörper, wie Nieren- oder Blasensteine vorhanden sind oder Fehlbildungen exstieren.

 

Inkontinent – Diagnosemittel beim Facharzt

Sollte der Hausarzt Anzeichen für die Inkontinenz feststellen, die einer weiteren Abklärung bedürfen, wird er Sie zum Facharzt überweisen. Das können bei Kontinenzbeschwerden z. B. Urologe oder Proktologe sein. Mit Hilfe einer Uroflowmetrie lässt sich das Harnstrahlvolumen.

Die Untersuchung ist dabei denkbar einfach. Der Patient muss durch einen Trichter in ein Behältnis miktioniert. Die Messung lässt Rückschlüsse auf die Stärke der Blasenmuskulatur zu oder offenbart Störungen beim Abfluss durch die Harnröhre. Ein weiteres Verfahren ist die Urethrozystoskopie oder Blasenspiegelung.

Dabei wird ein Werkzeug, das sog. Zystoskop, in die Harnröhre eingeführt. Der Kopf des Instruments ist mit einer Kamera ausgestattet, wodurch der behandelnde Arzt auf einem Monitor die Beschaffenheit des Blasenapparats beurteilen kann.




Darüber hinaus sind weitere bildgebende Verfahren möglich, um Hinweise auf die Form der Inkontinenz (Dranginkontinenz, Belastungsinkontinenz, etc.) zu erhalten.