Prostatitis – Behandlung der Prostataentzündung

Die Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, welche unterhalb der Blase liegt und die Harnröhre umschliesst. Entzündungen der Prostata sind ein relativ häufiges Krankheitsbild.

Prostatitis Schema

Prostatitis Schema © rob3000 – Fotolia.com

Aufgrund einiger Symptome kann es auch leicht zu einer falschen Diagnose wie z. B. Harninkontinenz oder Prostatahyperplasie kommen. Deshalb ist eine genaue Abklärung vom Urologen mit genauer Schilderung der Problematik vonnöten.

 

Wie kann es zu einer Prostataentzündung kommen?

Dafür kann es mehrere Ursachen geben. Die häufigste ist die bakterielle Entzündung, wo Bakterien aus der Harnröhre über das Blut in die Prostata gelangen und so die Prostatitis auslösen. Weiter kann es auch durch Clamydien und atypische Bakterien zu Entzündungen kommen.




Seltener sind Verengungen der Prostatawege, z. B. wegen Tumore oder einer Harnröhrenverengung Schuld an einer Prostatitis. Die Ursache kann jedoch auch rein psychosomatisch sein. Wird die akute Prostatitis nicht oder nicht ausreichend behandelt, kann sie chronisch werden.

 

Symptomatik der Prostatitis

Die Beschwerden bei einer Prostatitis sind teilweise ähnlich einer Harnwegsentzündung, man verspürt häufigen Harndrang und dann Schmerzen beim Urinieren, es kann auch zu Harnträufeln (Inkontinenz) kommen. Der Harnstrahl ist abgeschwächt. Auch krampfartige Unterbauchschmerzen sowie Ausfluss aus der Harnröhre gehören zu den Beschwerdebildern.

Inkontinente Patienten sollten schnellstmöglich einen Urologen konsultieren, da neben der Prostata auch diverse andere gefährliche Erkrankungen ursächlich sein können. Was als eher untypische Beschwerden für eine Prostataentzündung angesehen werden sind häufiger Stuhldrang sowie schmerzhafter Stuhlgang, genauso wie Schmerzen in der Lendenwirbelsäule.

Fieber und Schüttelfrost, klassische Entzündungssymptome sind meist nur bei der akuten Form vorhanden. Bei der chronischen Form der Prostatitis sind die Beschwerden im Allgemeinen eher weniger stark ausgeprägt oder fehlen ganz.




Dafür kann es wiederum zu Schmerzen im Dammbereich, Rückenschmerzen sowie Potenzstörungen kommen. Jedoch müssen nicht alle Beschwerden bei jedem Betroffenen vorhanden sein, d h sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Auch nicht unterschätzt werden darf die psychische Komponente, sie kann sowohl Auslöser als auch Symptom der Entzündung sein.

Wie bei jeder Erkrankung kann es auch hier zu Komplikationen kommen. Bei einer eitrigen Prostatitis kann sich der Eiterherd abkapseln und einen Abszess bilden. Hohes Fieber und Schüttelfrost sind dann die Folge, man fühlt sich ähnlich wie bei einer Grippe, es kommt zu Leistungsabfall, Schwäche und Mattigkeit. Dazu hat man teils starke Schmerzen im Damm- und Afterbereich.

 

Diagnostik der Prostatitis

Bei Verdacht bzw. Auftreten der Symptomatik ist die erste Untersuchung ein Harntest. Hier wird ermittelt, ob und wieviele Bakterien enthalten sind. Zusätzlich kann man mittels einer Blutabnahme die Entzündungsparameter bestimmen, welche anzeigen, ob im Körper eine Entzündung vorliegt. Danach folgt eine Abtastung der Prostata durch den Arzt. Da bei einer Entzündung die Prostata überempfindlich ist, kann dies sehr schmerzhaft sein. Zusätzlich ergibt eine Ultraschalluntersuchung dann Gewissheit.

 

Wie wird eine Entzündung der Prostata behandelt?

Im Normalfall wird bei einer bakteriellen Prostatitis ein Antibiotikum verabreicht. Welches es genau ist wird durch die Art der Bakterien bestimmt. Eine normale Entzündung wird in den meisten Fällen mit einer zehntägigen Kur behandelt.




Bei Schmerzen kann der Arzt zusätzlich ein geeignetes Schmerzmittel dazu verordnen. Natürlich gehört neben der medikamentösen Therapie auch Bettruhe, hohe Flüssigkeitszufuhr und Alkoholabstinenz zur Behandlung. Ein Abszess muß chirurgisch behandelt werden in dem er aufgeschnitten wird, damit er sich entleeren kann. Danach erfolgt dann die Antibiotikagabe.

 

Weitere Therapiemöglichkeiten der Prostatitis:

Hier gibt es pflanzliche Alternativen: Roggenpollenextrakt* oder Kürbiskerne sind Therapie der Wahl. Roggenpollen wirken entzündungshemmend und haben einen abschwellenden Effekt, da sie das Prostaglandin, einen entzündungsfördernden Stoff, hemmen. Ähnliche Wirkung haben Kürbis und Sägepalmenfrüchte. Auch Brennesselwurzel* kann bei der Prostataentzündung helfen.

Diverse Hausmittel sind z. B. Sitzbäder in warmen Wasser, welche eine stärkere Durchblutung fördern und dadurch abschwellend wirken. Zum Wasser kann man auch eine Handvoll Zinnkraut geben. Helfen soll auch ein Tee aus Weidenröschen* sowie eine vegetarische Ernährung. Eine Entzündung der Prostata sollte auf jeden Fall fachärztlich behandelt werden um Folgeschäden von Anfang an zu vermeiden und um eine rasche Heilung zu gewährleisten.

 

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